Dienstag, 8. August 2017

Achtsames Kräutersammeln


Vom respektvollen Umgang mit Pflanzengeistern....

Zum Sammeln von Heilkräutern gab es einst viele verschiedene, teils sehr kuriose Sammelvorschriften. So musste manches Kräutlein erst vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang besprochen werden,  ehe man es am nächsten Tag schweigend und ohne zurück zu blicken,  ernten durfte. Viele Kräuter durften auch nur an bestimmten Wochentagen geerntet werden...oft werde ich gefragt, wie ich es mit diesen Sammelvorschriften halte,  ob ich bestimmte Wochentage und den Stand des Mondes beachte...ich muss ganz ehrlich zugeben - nein!

Natürlich halte ich mich beim Sammeln von Heilkräutern an Regeln,  aber diese sind anderer Art...denn schon alleine sich nach den günstigsten Tagen im Mondkalender zu richten,  ist sehr schwierig,  wenn das Wetter nicht mitspielt! Es nützt rein gar nichts, wenn der Mond in einem günstigen Zeichen steht und es schüttet. Regenwetter und Kräutersammeln geht gar nicht! Wichtiger ist für mich die Uhrzeit! Am besten erntet man zwischen 10 und 14 Uhr, da wirken die heilsamen Sonnenkräfte am stärksten.

Um heilkräftige Pflanzen zu ernten,  bedarf es meiner  Ansicht nach nicht  unbedingt eines besonderen Rituales,  wobei es euch freisteht,  ein solches abzuhalten,  um die Pflanzengeister um ihre Hilfe zu bitten. Ich kenne Menschen,  die jede einzelne Pflanze vor dem Pflücken um Erlaubnis darum bitten. Ich finde das toll,  praktiziere das aber selbst nicht so. Ich ernte ja nicht nur für den Eigenbedarf,  sondern auch für die Herstellung meiner Kräuterwaren. Daher bitte ich die Geister aller Pflanzen vor der Ernte um Erlaubnis. Während des Pflückens rede ich in Gedanken mit ihnen, wozu oder für wen ich ihre heilsamen Energien benötige. Wir sollten uns bewusst darüber sein,  welche wundervollen, heilsamen Geschenke hier auf uns warten!

Vielleicht möchtet ihr ja auch die Dinge tun und beachten, so wie ich sie praktiziere...und das sieht so aus...

  • grundsätzlich begegne ich den Pflanzen mit großem Respekt,  denn es sollte nicht einfach selbstverständlich sein,  dass Mutter Natur uns ihre kostbaren Schätze zur Verfügung stellt!
  • nur Pflanzen, die nicht unter Naturschutz stehen,  landen im Körbchen (bitte nicht in einer Plastiktüte)
  • ich sammle nur an sonnigen Tagen,  wenn es zuvor mindestens 2-3 Tage nicht geregnet hat
  • grundsätzlich sammle ich nur an Stellen,  die nicht an stark befahrenen Straßen,  an Feldrändern oder an sogenannten "Hundepisten " liegen
  • ich sammle an einer Stelle nur sehr wenig von einer Pflanze und lasse genügend Exemplare stehen, es sei denn,  an dem Ort wird anschließend gemäht. Daher habe ich viele verschiedene Sammelplätze.
  • am liebsten sammle ich alleine, damit ich nicht durch alltägliches Geplapper meine Verbindung zu den Pflanzenwesen verliere...singen ist erlaubt!
  • wenn möglich verwende ich keine Schere oder anderes metallisches Schneidewerkzeug,  denn das mögen die Pflanzengeister nicht besonders. Man kann die Stängel meist vorsichtig abknicken oder mit dem Fingernagel des Daumens nachhelfen. Mittlerweile gibt es ganz tolle Keramikmesser,  eine prima Alternative!
  • nur gut gelaunt und mit guten Gedanken macht es Sinn Pflanzen zu sammeln,  die Positives bewirken sollen,  ob für den Körper, die Seele oder zu magischen Zwecken
  • um wirklich ausschließlich gute Energien mit nach Hause zu nehmen,  sammle ich grundsätzlich nicht an Orten,  in deren Nähe Personen wohnen, die mir nicht gerade sympathisch sind
  • die beste Verbindung zu Mutter Erde und den Pflanzengeistern kann ich herstellen, wenn ich barfuß und mit offenen Haaren sammle
  • die Ernte verarbeite ich noch am selben Tag zu Tinkturen,  Ölansätzen,  binde aus den Kräutern kleine Sträußchen zum aufhängen oder lege sie auf Laken zum trocknen aus

Ganz wichtig! Man sollte sich nach dem Sammeln bei Mutter Erde und den Pflanzengeistern für die wertvollen Geschenke bedanken!!! Und das am besten, indem man selbst kleine Opfergaben zurück lässt. Die kleinen Helfer aus der geistigen Welt mögen Brot,  Honig,  Bier,  Wein,  Tabak, Kupfermünzen und alles was glänzt und funkelt sehr gerne. Da ich oft sehr spontan sammeln gehe, bevorzuge ich persönlich Kupfermünzen,  von denen ich immer ein paar dabei habe. Diese verteile ich einfach rund um die Sammelstelle in der Erde.

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne melden!

Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn ihr mir schreibt,  welche Themen euch interessieren!

Alles Liebe, Sonja

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