Dienstag, 12. September 2017

Wandlungen in der "Hexenszene" - Über Wahn und Wahnsinn





Mit jeder Transformation, mit jedem Wandel kommt aufräumen und abschließen dazu. Meine Sichtweise auf die Menschen in der Szene hat sich sehr verändert in den letzten Monaten. Ich weiß das ich allein mit dem Wort "Szene" polarisiere, es hat aber einen guten Grund das ich es benutze. 

Ich stehe nur noch da und schüttel mit dem Kopf. Für mich ein Grund mehr sich zurück zu ziehen. Mich beschleicht das Gefühl so oberflächlich und leer war die Hexencommunity noch nie. Es geht um Likes, Verkäufe, Zahlen und Statistik. 
Wer hat dir tollsten Tools? "Am besten aus Amerika importiert um den Altar zu zieren, schön in Szene zu setzen und perfekte Fotos zu machen. Ach und das Witchy Oberteil von H&M (Nicht jeder der dieses bestimmte Oberteil trägt ist oberflächlich) darf natürlich auch nicht fehlen. Die Pentagramm Ohrringe von Clairs. Jeder muss sehen das ich eine Hexe bin." Wir alle wissen wie beschissen produziert wird, aber Hey, es kommt gut an. "Ach erleuchtet bin ich sowieso. Ich weiß alles, muss nicht mehr lernen. Vor allem aber weiß ich alles besser als du. Schau mich an." 

"SCHAU MICH AN!"  Die Geltungssucht kennt keine Grenzen mehr. Schneller, höher, weiter. Mehr, mehr, mehr.

Vor einigen Monaten veröffentlichte ich auf Instagram einige Gedanken zum Thema Modehexen, nach dem Motto "Witch is the new Black" daher spreche ich hier auch von einer Szene! Ich sehe keine Gemeinschaft, Zusammenhalt und liebevollen Umgang mit Mutter Erde oder den Schwestern untereinander. Ich sehe genau das Gegenteil. Wobei, im ganz ganz kleinen Rahmen sehe ich noch ab und zu diesen liebevoll Umgang miteinander. Das aufeinander achten, in der großen Masse allerdings nicht, hier zählt nur das ICH!

Und dann sehe ich Menschen die mit den einfachsten Möglichkeiten "Magie" praktizieren. Sie brauchen nicht viel. Eine Kerze, Natur. Und siehe da keine Rückmeldung von der Community. Zu "langweilig" nicht "Witchy" genug. Versteht mich nicht falsch, ich selbst liebe Ästhetik über alles und ich mag es Dinge zu gestalten. Aber was nützt mir all das, wenn ich nicht fühle? Wenn ich Rücksichtslos, unachtsam mit meinen Schwestern umgehe? 


Rücksichtslos? Ja. Das Thema hab ich schon des öfteren angesprochen. Ich denke ihr wisst was ich meine. Unachtsam? Ich habe das Gefühl jeder schreit nur noch laut in die Masse. Man fühlt sich nicht mehr in andere Meinungen hinein, akzeptiert diese. 
Nein, das eigene Ego hat immer was zu sagen. Die eigene Wahrheit ist die einzig wahre. Es gibt nur noch richtig und falsch. Kein zwischen drin. Keine individuelle Praxis. Anstatt sich zu unterstützen, die Künste anderer zu fördern und zu Supporten, wird Neidisch und Gierig hinüber geschaut und im besten Fall geklaut. Und da ist es wieder, das Ego. 


Seit ich auf diesen Wegen wandere, versuche ich eine andere Praxis zu zeigen. Versuche mit all meiner Kraft allen jungen Seelen und allen die Ihre Heimat im Hexentum suchen, zu zeigen das es nicht auf all das ankommt. Das die Erfüllung nicht in der Ästhetik zu finden ist. Sie findet in DIR statt. Du brauchst das alles nicht. Das es noch Menschen gibt die mit Herz und Seele mit Achtung und Liebe an die Sache ran gehen. Aber ich bin ehrlich... Ich bin müde. Ich kämpfe gegen den Mainstream. 

Und nun? 
Sich auf die Menschen zu konzentrieren die dir gut tun, ist ein Anfang. Sortiere aus! Es heilt deine Seele. Und vor allem verbringe weniger Zeit in den sozialen Netzwerken. Geh in die Natur und lerne dort, es wird dich auf so vielen Ebenen bereichern und DAS kann man nicht kaufen. Wir verlernen schnell auf UNSERE Stimme zu hören in dem lauten Trubel... Daher ist es essentiell Abstand zu bekommen. Auf sich selbst zu hören und dem eigenen Ruf zu hören. 

Ich umarme dich, virtuell aber mit Herz und wünsche dir Erfüllung auf deinen Wegen..


Fey

Sonntag, 20. August 2017

Inne halten - Alltag ablegen

Merry Meet, Namasté und schön, dass du da bist!


Kleine Formen der Meditation, der Ruhe und Achtsamkeit sind essentiell für starke Erdung und Ausgeglichenheit. 
Ich merke immer wieder, wenn ich diese Aspekte vernachlässige, fühle ich mich krank und schlapp. Weniger belastbar und einfach nicht in meiner Mitte. 


Ehrlich gesagt gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich konsequent jeden Tag 40 Minuten hinsetzen und Meditieren. Zwar hätte ich gern diese Zauberfähigkeit, aber egal wie oft ich es versuche, mein Geist macht da nicht mit. 
Wie also zur Inneren Mitte finden?

Da ich nicht der klassische Meditationstyp bin, sind mir ein paar andere Tricks aufgefallen wie ich runter komme. Nennen wir sie einfach liebevolle kleine Achtsamkeitsübungen. Richtig angewendet können sie dich sogar in Trance versetzen. 


Bus/Bahn
Ich liebe es. Meditatives beobachten. Musik lauschen und aus dem Fenster blicken. Ist dir mal aufgefallen wie schnell man weg ist? Einfach nur in diesem Moment sein ist dort gut gegeben. Lass dich nicht von deiner Umwelt ablenken, sondern einfach nur treiben. Du wirst sehen wie schnell man runter kommt.


Feuer
Einer Kerze beim tanzen zusehen, oder noch besser einem Lagerfeuer zuschauen, dazu das Knistern des Holzes. Großartig entspannend. Je länger du sie betrachtest umso intensiver wird das Gefühl von Ruhe und wärme in dir. Kerzen sind nicht nur deshalb gerade in der Winterzeit mein Lebensretter gegen Traurigkeit und Winterdepressionen. 



Wasser
Einfach auf Wasser schauen. Die tiefste Erdung erlebe ich an Meeren. Alles wird nichtig, wenn man vor dieser Unendlichkeit steht. Aber auch ein Fluß oder See kann diese tiefe Entspannung los lösen. Einfach ein paar Steinchen ins Wasser werfen und den Ringen beim wachsen zuschauen. 


Schreiben/Malen/Lesen
Tschüss Realität, hallo Wunderland! ❤️ 


Wolken-Bilder raten, Blumen zählen. Die Welt steckt voller Wunder und Entspannenden Momentan. Öffne dein Herz und deine Augen. 

Lasst es euch gut gehen und vor allem nicht stressen. 

Blessings, FEY




Dienstag, 8. August 2017

Achtsames Kräutersammeln


Vom respektvollen Umgang mit Pflanzengeistern....

Zum Sammeln von Heilkräutern gab es einst viele verschiedene, teils sehr kuriose Sammelvorschriften. So musste manches Kräutlein erst vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang besprochen werden,  ehe man es am nächsten Tag schweigend und ohne zurück zu blicken,  ernten durfte. Viele Kräuter durften auch nur an bestimmten Wochentagen geerntet werden...oft werde ich gefragt, wie ich es mit diesen Sammelvorschriften halte,  ob ich bestimmte Wochentage und den Stand des Mondes beachte...ich muss ganz ehrlich zugeben - nein!

Natürlich halte ich mich beim Sammeln von Heilkräutern an Regeln,  aber diese sind anderer Art...denn schon alleine sich nach den günstigsten Tagen im Mondkalender zu richten,  ist sehr schwierig,  wenn das Wetter nicht mitspielt! Es nützt rein gar nichts, wenn der Mond in einem günstigen Zeichen steht und es schüttet. Regenwetter und Kräutersammeln geht gar nicht! Wichtiger ist für mich die Uhrzeit! Am besten erntet man zwischen 10 und 14 Uhr, da wirken die heilsamen Sonnenkräfte am stärksten.

Um heilkräftige Pflanzen zu ernten,  bedarf es meiner  Ansicht nach nicht  unbedingt eines besonderen Rituales,  wobei es euch freisteht,  ein solches abzuhalten,  um die Pflanzengeister um ihre Hilfe zu bitten. Ich kenne Menschen,  die jede einzelne Pflanze vor dem Pflücken um Erlaubnis darum bitten. Ich finde das toll,  praktiziere das aber selbst nicht so. Ich ernte ja nicht nur für den Eigenbedarf,  sondern auch für die Herstellung meiner Kräuterwaren. Daher bitte ich die Geister aller Pflanzen vor der Ernte um Erlaubnis. Während des Pflückens rede ich in Gedanken mit ihnen, wozu oder für wen ich ihre heilsamen Energien benötige. Wir sollten uns bewusst darüber sein,  welche wundervollen, heilsamen Geschenke hier auf uns warten!

Vielleicht möchtet ihr ja auch die Dinge tun und beachten, so wie ich sie praktiziere...und das sieht so aus...

  • grundsätzlich begegne ich den Pflanzen mit großem Respekt,  denn es sollte nicht einfach selbstverständlich sein,  dass Mutter Natur uns ihre kostbaren Schätze zur Verfügung stellt!
  • nur Pflanzen, die nicht unter Naturschutz stehen,  landen im Körbchen (bitte nicht in einer Plastiktüte)
  • ich sammle nur an sonnigen Tagen,  wenn es zuvor mindestens 2-3 Tage nicht geregnet hat
  • grundsätzlich sammle ich nur an Stellen,  die nicht an stark befahrenen Straßen,  an Feldrändern oder an sogenannten "Hundepisten " liegen
  • ich sammle an einer Stelle nur sehr wenig von einer Pflanze und lasse genügend Exemplare stehen, es sei denn,  an dem Ort wird anschließend gemäht. Daher habe ich viele verschiedene Sammelplätze.
  • am liebsten sammle ich alleine, damit ich nicht durch alltägliches Geplapper meine Verbindung zu den Pflanzenwesen verliere...singen ist erlaubt!
  • wenn möglich verwende ich keine Schere oder anderes metallisches Schneidewerkzeug,  denn das mögen die Pflanzengeister nicht besonders. Man kann die Stängel meist vorsichtig abknicken oder mit dem Fingernagel des Daumens nachhelfen. Mittlerweile gibt es ganz tolle Keramikmesser,  eine prima Alternative!
  • nur gut gelaunt und mit guten Gedanken macht es Sinn Pflanzen zu sammeln,  die Positives bewirken sollen,  ob für den Körper, die Seele oder zu magischen Zwecken
  • um wirklich ausschließlich gute Energien mit nach Hause zu nehmen,  sammle ich grundsätzlich nicht an Orten,  in deren Nähe Personen wohnen, die mir nicht gerade sympathisch sind
  • die beste Verbindung zu Mutter Erde und den Pflanzengeistern kann ich herstellen, wenn ich barfuß und mit offenen Haaren sammle
  • die Ernte verarbeite ich noch am selben Tag zu Tinkturen,  Ölansätzen,  binde aus den Kräutern kleine Sträußchen zum aufhängen oder lege sie auf Laken zum trocknen aus

Ganz wichtig! Man sollte sich nach dem Sammeln bei Mutter Erde und den Pflanzengeistern für die wertvollen Geschenke bedanken!!! Und das am besten, indem man selbst kleine Opfergaben zurück lässt. Die kleinen Helfer aus der geistigen Welt mögen Brot,  Honig,  Bier,  Wein,  Tabak, Kupfermünzen und alles was glänzt und funkelt sehr gerne. Da ich oft sehr spontan sammeln gehe, bevorzuge ich persönlich Kupfermünzen,  von denen ich immer ein paar dabei habe. Diese verteile ich einfach rund um die Sammelstelle in der Erde.

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne melden!

Ich würde mich auch sehr darüber freuen, wenn ihr mir schreibt,  welche Themen euch interessieren!

Alles Liebe, Sonja